Herzschmerzen

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Herzschmerzen richtig verstehen und handeln

Viele Menschen empfinden Schmerzen im Brustbereich und beschreiben diese als Herzstechen. Handelt es sich um eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung des Herzens? Oder sind es keine Herzschmerzen und die Ursachen liegen außerhalb des Herzens im Thorax?

Ganz gleich, welche Antwort Sie sich geben, Sie sollten Herzschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, denn es könnte sich um eine lebensbedrohliche Situation handeln, die Sie selbst nicht ohne weiteres erkennen.

Wichtige Unterscheidungsmerkmale bei Herzschmerzen Lassen Sie uns zu Beginn den Begriff der Herzschmerzen entzaubern. Denn Herzschmerzen sind herzbedingte Brustschmerzen. Der Mediziner spricht in diesem Fall von einer kardialen, d.h. einer das Herz betreffenden Ursache. Das Herz liegt im mittleren Brustkorbraum, im sogenannten Mediastinum. Daher empfinden Sie Herzschmerzen wie Brustschmerzen kardialer Ursache.

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Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für kardiale Herzschmerzen ist ein dumpfer Schmerz im Brustkorbraum. Sehr häufig treten diese Art von Herzschmerzen in Verbindung mit einem Engegefühl in der Brust auf. Empfunden werden die Schmerzen hinter dem Brustbein im rechten oder linken Brustraum.

Dieses Schmerzempfinden bleibt meist nicht auf den Brustkorbraum beschränkt, sondern kann auch häufig in den linken Arm, in den Oberbauch, in Hals und Unterkiefer und inmitten der Schulterblätter ausstrahlen. Doch auch eine Lokalisation des dumpfen Schmerzes im rechten Arm kann auftreten.

Wie kann ich Brustschmerzen, die nicht kardialen Ursprungs sind, überhaupt erkennen?

Im Gegensatz zu den dumpfen Herzschmerzen sind Brustschmerzen extrakardialen Ursprungs meist brennend, stechend und oberflächlich. Die Diagnose muss sehr genau und durch einen Arzt erfolgen. So können Brustschmerzen beim Atmen, bei bestimmter Körperhaltung oder in Folge eines erhöhten Drucks auf die Brust empfunden werden. Zunächst denkt man beim schmerzhaften Einatmen an eine Lungenentzündung oder eine akute Bronchitis.

Es kann sich jedoch auch um Herzschmerzen beim Husten kardialen Ursprungs handeln. Dies ist dann der Fall, wenn Sie an einer Erkrankung des Herz- Kreislauf-Systems (Linksherzinsuffizienz) leiden und Symptome einer Stauungsbronchitis oder von Herzasthma (Asthma cardiale) aufweisen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass Betroffene ein unklares Schmerzempfinden haben. Schließlich kann eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und zusätzlich eine ganz andere systemische, extrakardiale Erkrankung vorliegen.

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Wie Sie sehen, ist die Diagnosestellung bei Herzschmerzen beim Atmen eine lebenswichtige Frage. Daher ist zur genauen Abklärung der Symptomatik ein Arzt aufzusuchen. Nehmen Sie auftretendes Herzstechen sehr ernst und schieben Sie die notwendige Diagnosestellung nicht auf die lange Bank.

Welche Herzschmerzen sind gefährlich?

Wie bereits erläutert, kann für Schmerzen im Brustkorbraum eine Herzerkrankung als Ursache in Frage kommen. Es kann sich um herzbedingte Brustschmerzen handeln, die nach einer oder wenigen Minuten wieder ganz verschwinden. Dennoch sind alle auftretenden Herzschmerzen gefährlich und sehr ernst zu nehmen. Denn falls die herzbedingten, plötzlich auftretenden, starken Schmerzen im Brustbereich länger als zwanzig Minuten anhalten, weisen Sie als Betroffener mehrere Leitsymptome des Herzinfarktes auf.

Meist zeigt sich bei einem Herzinfarkt neben einem schweren Druckgefühl auf dem Brustkorb ein Vernichtungsgefühl in Verbindung mit Todesangst. Lassen Sie es nicht so weit kommen und gehen Sie bei ersten Anzeichen von Schmerzen im Brustbereich zum Arzt. Auch wenn die Herzschmerzen nach wenigen Minuten von allein verschwinden, sollten Sie unbedingt handeln und diese Frühwarnzeichen nicht relativieren. Zwar ist das Risiko, dass Kinder einen Herzinfarkt erleiden gering, doch auch junge Menschen mit einem Alter von 20 Jahren können daran sterben. Dabei ist als häufigste Ursache die Hypercholesterinämie (ein zu hoher Cholesterinspiegel im Blut) zu nennen.

Was muss ich über Angina pectoris (Brustenge) wissen, um Herzschmerzen zu verstehen?

Bei Brustenge treten die oben beschriebenen, kardialen Herzschmerzen im Brustkorbraum auf. Im Unterschied zum Herzinfarkt, stirbt jedoch kein Herzmuskelgewebe ab und die Herzschmerzen zeigen bei vielen Betroffenen eine unterschiedliche Intensität. So kommt es bei leichten Anfällen zu keinem Schmerzempfinden, sondern nur zu einem Enge- und Druckgefühl im Brustkorbraum. Entstehen bei einem Anfall auch plötzlich einsetzende Herzschmerzen, treten häufig Erstickungsanfälle mit Todesangst hinzu. Meist dauern diese Schmerzattacken zwischen drei bis fünf Minuten. Doch je nach Schwere des Anfalls ist es möglich, dass die Herzschmerzen bis zwanzig Minuten anhalten.

Aufgrund der Symptomatik bei einem schweren Angina-pectoris-Anfall ist die Abgrenzung zu einem Herzinfarkt nicht möglich. An dieser Stelle helfen nur ein Elektrokardiogramm (EKG), eine Koronarangiographie und ein großes Blutbild mit Enzymdiagnostik weiter. Angina-pectoris-Anfälle sind grundsätzlich, egal ob mit oder ohne Auftreten von Herzschmerzen, Vorboten eines drohenden Herzinfarktes.

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Welche Erkrankungen kommen als Ursachen für Brustschmerzen in Frage, wenn keine Herzerkrankung die Ursache ist?

Betrachten Sie Ihren Körper mit seinen Organsystemen. Bei einem Herzinfarkt ist die Ursache der Erkrankung im Herz-Kreislauf-System zu suchen. Bei Brustschmerzen extrakardialen Ursprungs suchen Sie in den weiteren Organsystemen Ihres Körpers:

Verdauungssystem, Bewegungs- und Stützapparat, Atmungssystem und Nervensystem. Eine Gemeinsamkeit weisen alle möglichen, anderen Erkrankungen auf:
Sie führen zu Schmerzen im Brustkorbraum. Selbst in der Psyche, der den Organsystemen übergeordneten Seele, kann die Ursache für die Entstehung von Brustschmerzen zu finden sein.

Verdauungssystem: Starkes Sodbrennen im Brustkorbraum in Folge einer gastroösophagealen Refluxkrankheit, Verletzung der Speiseröhre, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)

Bewegungs- und Stützapparat: Fehlstellungen der Hals- Brust- und Lendenwirbel, Muskel- und Gelenkerkrankungen mit starken Muskelverspannungen

Atmungssystem: Lungenentzündung (Pneumonie), akute Bronchitis, Rippenfellentzündung (Pleuritis), Lungenembolie

Nervensystem: Funktionelle Störungen in der Steuerung und Regulation durch Nervenimpulse, unzureichende oder überschüssige Bildung von Botenstoffen im Gehirn

Psyche: Depressionen, Sinnkrisen, Panikstörungen und enttäuschte Liebe können zu Brustschmerzen führen, die vermeintlich als Herzschmerzen empfundenen werden.

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Treten kardial bedingte Herzschmerzen, wie z.B. bei der Angina pectoris auf, leiden Menschen bereits häufig an einer Herzerkrankung. Daher gilt es frühzeitig, Veränderungen an der Stromflusskurve des Herzens (Elektrokardiogramm) zu erkennen. Daran lassen sich zuverlässig Herzrhythmus und Veränderungen an der Arbeitsmuskulatur des Herzens ablesen. Doch auch beim herzgesunden Menschen können Herzrhythmusstörungen grundsätzlich auftreten. Diese zeigen sich in Extrasystolen, Tachykardie oder Bradykardie:

 

Extrasystolen: In den normalen Grundrhythmus des Herzens sind spontan auftretende Herzerregungen eingestreut.

Tachykardie (Herzjagen): Abnorm beschleunigte Herztätigkeit mit Herzschlagfolgen von mehr als 100 Schlägen pro Minute

Bradykardie: Die Herzschlagfolge sinkt unter 60 Schläge pro Minute ab.


Wie gefährlich sind Herzrhythmusstörungen?

Beim gesunden Menschen beträgt der Herzrhythmus (Sinusrhythmus) 60 bis 80 Schläge pro Minute. Dieser Richtwert (Herzfrequenz) wird bei Herzrhythmusstörungen entweder unter- oder überschritten.

Das vereinzelte Vorkommen von Herzrhythmusstörungen gilt als harmlos. Kritisch für den Gesundheitszustand wird es jedoch bei einer Herzfrequenz über 160 und unter 40 Schlägen pro Minute. Im letzteren Fall reagiert das Gehirn auf die Sauerstoffunterversorgung mit Leeregefühl im Kopf, Schwindelgefühl, Bewusstseins- und Sehstörungen.

Im weiteren Verlauf fallen weitere Impulsgeber für die Kontraktion der Herzmuskelzellen aus, bis schließlich die einzelne Herzmuskelzelle selbst zum Impulsgeber der Kontraktion wird und eine geordnete Herztätigkeit nicht mehr möglich ist. In diesem schlimmsten Fall entsteht das Herzflimmern, bei dem die Überlebenszeit, wenn nicht schnell genug gehandelt wird, nur wenige Minuten beträgt.

Eine Tachykardie, meist mit Schlägen von 130 bis 230 Schlägen pro Minute stellt eine akute Gefährdung der Herzmuskelzellen dar und kann Minuten bis Tage anhalten. Bei 220 bis 350 Schlägen pro Minute spricht man von Kammerflattern. Bei 300 bis 500 Schlägen pro Minute spricht man von Kammerflimmern. Beide Erscheinungsformen erfordern sofortiges Handeln und eine Notfalltherapie.

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Weiterführende Informationen erhalten Sie unter

Herzstiftung

Das Deutsche Rote Kreuz

Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V.

 

 

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