So besiegen Sie innere Unruhe und Angst

Innere Unruhe Angst woher sie kommt und wie wir sie besiegen

Warum sie auftritt und was wir dagegen tun können

Innere Unruhe kann Angst machen. Nervosität, das unerklärliche Bedürfnis, etwas zu tun und die Unsicherheit über dieses merkwürdige Gefühl kennen Betroffene nur zu gut. Dabei ist oft unklar, wodurch diese Rastlosigkeit ausgelöst wird.

Häufig äußert sich die Belastung in einer geringen Belastungsgrenze, schneller Gereiztheit und Erschöpfung zur inneren Unruhe (Angst). Ein Teufelskreis, denn die dringend benötigte Ruhe kann so nicht erreicht werden. 

➔ Doch es ist möglich, die innere Unruhe mit einfachen Schritten und einigen Hilfsmitteln zu lindern. So gelingt der Weg in ein Leben mit innerer Ruhe und Entspannung! 

Was ist innere Unruhe? Angst?
- Die Unterscheidung

In der medizinischen Geschichte wurde die sogenannte „Neurasthenie“ 1869 eingeführt. 
Er umfasste die Kombination von Reizbarkeit, Schwäche, Erschöpfung und hoher Sensibilität und Angst. 

Die Krankheit galt zu dieser Zeit als „Modekrankheit“ der gut situierten männlichen Bevölkerung. 
Damals wurde zur Linderung neben Kuren und einer Art Konfrontationstherapie angeblich auch zu fragwürdigen Mitteln wie der Droge Opium oder dem Aderlass gegriffen. 

George Miller Beard, der den Begriff der Neurasthenie einführte, betrachtete die Krankheit bereits damals als soziologisches Phänomen. Er brachte sie mit der Überforderung durch die Industrialisierung und den daraus resultierenden Anforderungen in Verbindung. 

Im Verlauf der Geschichte ging Neurasthenie in Begriffen wie Angsterkrankung, Burn-Out oder ähnlichen Krankheitsbildern auf. All diese Krankheitsbilder vereinen Angst, Erschöpfung und Nervosität. 

Angst ist also eines der zahlreichen Symptome der inneren Unruhe. Angst kann aber eine große Rolle beim Auftreten der inneren Unruhe spielen. Egal, ob jemand empfindlich auf Umweltreize reagiert oder ein konkreter Anlass bevorsteht, der uns ängstigt: Das Gefühl von Angst kennt jeder. Und die Angst ist nicht ausschließlich negativ.

Das Gefühl eines inneren Alarms ist für uns überlebensnotwendig und bewahrt uns davor, uns in Gefahr zu begeben. Der Körper schüttet Adrenalin aus und versetzt uns in einen aufmerksamen, fluchtbereiten Modus. 
Die innere Unruhe kann daher auch eine ganz normale körperliche Reaktion sein, wenn ein adäquater Auslöser vorliegt. 

➔ Erst wenn die Angst ständig auftritt und uns buchstäblich „auslaugt“, kann von einer Angststörung die Rede sein. Diese kann dann mit innerer Unruhe und der Unfähigkeit zu Entspannung einhergehen. 

In welchen Formen tritt sie auf? 

Innere Unruhe / Angst hat viele Erscheinungsformen. Ob Herzklopfen aus Furcht vor der Arbeit mit Angstzuständen als Symptom oder latente Nervosität aus einer buchstäblichen „Angst vor dem Leben“, all diese Phänomene können unter dem Oberbegriff zusammengefasst werden. 

Die möglichen körperlichen Ausdrucksformen umfassen beispielsweise Schwächegefühle, Zittern, Schwindel, den berühmten Angstschweiß und Herzklopfen. In besonders schweren Fällen können sogar Atemnot, Schlagstörungen, Übelkeit und Symptome wie Hitzewallungen auftreten. 

➔ Innere Unruhe (Angst) hat also valide Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und kann daher nicht einfach als geistig bedingt abgetan werden. 

Psychische Symptome sind Nervosität, ein Drang zur Flucht, Unsicherheit und ein Gefühl von Unverlässlichkeit des eigenen Körpers. Betroffene fühlen sich als könnten sie ihrem eigenen Körperbewusstsein nicht vertrauen, denn die körperlichen Symptome treten augenscheinlich ohne wahrnehmbare Ursache auf. 

Diese Kombination aus körperlichen und seelischen Beschwerden ist auf Dauer kräftezehrend und frustrierend.

Warum tritt innere Unruhe auf? 

Die Ursachen innerer Unruhe / Angst sind vielfältig. Sie ist keine Krankheit, sondern zunächst eine Empfindung. 
Allerdings kann sie zahlreiche Ursachen haben, die sowohl in der geistigen als auch körperlichen Gesundheit liegen können.

Körperliche Gründe

  • kann beispielsweise die Hormonschwankung während der Menopause ein Grund für innere Nervosität sein.
  • Auch Schilddrüsenerkrankungen können durch ihren Einfluss auf fast alle Abläufe im menschlichen Körper Schweißausbrüche und Herzklopfen verursachen. 
  • Die Aura einer Migräne oder Bluthochdruck sowie eine beginnende Unterzuckerung können den Eindruck von Nervosität auslösen. 
  • Doch auch Entzugssymptome oder Durchblutungsstörungen des Gehirns verursachen Symptome wie Unruhe, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen. 
  • Einen unerwarteten Auslöser kann auch die Krankheit AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) darstellen. Die Krankheit geht bei Kindern vermehrt mit hoher Aktivität und Konzentrationsschwierigkeiten einher, bei Erwachsenen ist das kennzeichnende Symptom innere Unruhe und Nervosität.

Auch die Psyche kann innere Unruhe & Angst auslösen

  • Angsterkrankungen mit Symptomen wie Panikattacken (-> bekämpfen) sind ein offensichtlicher Grund für das Auftreten innerer Unruhe. 
  • Doch auch unbearbeitete Traumata wie beispielsweise Ängste bei Kindern, die nicht hinreichend verarbeitet werden, können in ähnlichen Situationen die Symptome innerer Unruhe verursachen. 
  • Und auch Depressionen, die landläufig mit Traurigkeit und Apathie in Verbindung gebracht werden, sind oftmals der Auslöser für innere Unruhe und Angst. 

Reversible Ursachen für eine erhöhte Nervosität

  • Nebenwirkungen von Medikamenten, eine zu hohe Dosis Koffein oder Nikotin sowie ein Übermaß an Alkohol sowie der Konsum bestimmter Drogen sind häufig Auslöser für Zustände innerer Unruhe. 
  • Ein häufiger Verursacher ist auch der moderne Lebenswandel und damit einhergehend erhöhte Anforderungen und Leistungsdruck. 

Was im 20. Jahrhundert die industrialisierte Gesellschaft war, ist heute die permanente Erreichbarkeit, der Performancedruck eines großen Konzerns oder eine Firmengründung, die Unternehmer einem großen persönlichen Risiko aussetzt. 

Dieses Missverhältnis zwischen Stress und Ruhe kann selbst die stärksten Menschen belasten

Wer leidet unter innerer Unruhe / Angst? 

Risikogruppen innerer Unruhe / Angst sind, falls sie psychisch bedingt ist, zunächst psychisch Erkrankte. Dazu zählen Patienten mit Depression, Angststörungen und ADHS. 

Außerdem leiden oft Personen, die unter großem Leistungsdruck stehen, unter dem Gefühl der Rastlosigkeit. In diesen Fällen sind mögliche Angstzustände Symptome für innere Unruhe: Angst vor der Arbeit oder sogar Angst vor allem.

➔ Letztlich kann es jeden treffen, der einen stressigen, schnellen Alltag ohne Platz für Entspannung und Selbstfürsorge hat. Dazu zählen neben Managern und Inhabern von Führungspositionen auch Eltern oder Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten und zusätzlich zum Stress auch persönlich durch ihre Arbeit betroffen sind. 

➔ Doch auch Schüler und Studenten leiden unter erhöhten Anforderungen aus dem Umfeld und Elternhaus. 

Daher ist es für uns alle essentiell, Freiräume für Entspannung und Ruhe zu schaffen. Dabei kann es schon helfen, das Diensthandy ab 19 Uhr abzuschalten und die Trennung zwischen Beruf und Privatleben konsequenter durchzusetzen. 

Für Eltern, die Stress und Ängste (-> loswerden) bei Kindern bemerken, ist es unerlässlich, den Leistungsdruck abzubauen und das Gefühl von Akzeptanz und Sicherheit zu vermitteln. Doch auch die Frage nach Belastungen in der Schule, psychischen Problemen oder Mobbing muss gestellt werden.

Manchmal können die Symptome innerer Unruhe und Angst bereits deutlich abnehmen, wenn Kinder ausdrücklich wissen, dass sie zuhause sicher und geliebt sind.

Warum kann Unruhe uns ängstigen?

Warum verursacht innere Unruhe Angst? Das Gefühl ist für die Mehrzahl der Betroffenen zunächst neu und das Ungewisse ist erstmal für die meisten Menschen ein Auslöser für die innere Unruhe / Angst. Doch es beginnt hier häufig etwas anders:

➔ Zunächst tritt häufig die Angst vor einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung auf, denn die körperlichen Symptome können zum Teil genauso intensiv sein wie bei einer nachweisbaren Erkrankung.

Daher ist es ratsam, die biologische Komponente von einem Arzt kontrollieren zu lassen, denn die Sicherheit um die eigene Gesundheit lindert oft bereits einen Großteil der existenziellen Angst. 

Doch auch der Umgang mit diesem unangenehmen Gefühl verursacht Nervosität und Angst vor Kontrollverlust.

➔ So entwickeln Betroffene mit der Zeit ein Vermeidungsverhalten vor Situationen, in denen sie die innere Unruhe / Angst besonders stark verspürt haben oder entwickeln augenscheinlich „grundlos“ Angst vor bestimmten Orten oder Personen.

Wenn es sich dabei um den Arbeitsplatz oder die tägliche Zugfahrt handelt, wird der Alltag zu einer nahezu unüberwindbaren Herausforderung.

➔ Außerdem kann innere Unruhe uns vermitteln, dass unsere Wahrnehmung der Umwelt nicht verlässlich ist. Ein plötzlicher Schweißausbruch ohne Temperaturanstieg oder starkes Herzklopfen ohne vorherige Anstrengung verursacht diese Angst, weil wir die körperliche Reaktion nicht auf eine Ursache zurückführen können. 

➔ Zusätzlich dazu belastet uns die soziale Komponente. Angst vor einem Übelkeitsanfall im Restaurant oder Schweißflecken auf dem Hemd oder der Bluse können dazu führen, dass Betroffene sich regelrecht einigeln und einem normalen Sozialleben kaum noch nachgehen können. 

Dieses Vermeidungsverhalten geht regelmäßig mit Verlustängsten und Schuldgefühlen einher. Betroffene befürchten den regelrechten Verlust ihres sozialen Umfelds, fühlen sich aber gleichzeitig unfähig, dagegen anzugehen. 

Innere Unruhe / Angst beeinflusst also nahezu alle Bereiche des Lebens. 

So führt sie im schlimmsten Falle zu zwanghaftem, monotonem Verhalten, welches die Betroffenen in ihrer Lebensführung und Freiheit enorm einschränkt. 

Was kann innere Unruhe und Angst lindern? 

Die Angst bekämpfen ist oft der erste Instinkt, wenn Betroffene nach einer Lösung der inneren Unruhe / Angst suchen. In jedem Falle ist es aber wichtig, nicht nur gegen Symptome (Panikattacke, z.B.) anzugehen. 

Die Ursachenforschung, ob psychisch oder körperlich bedingt, ist der Schlüssel zu einem langfristig beschwerdefreien Leben

Hilfe bei körperlichen und psychischen Ursachen

  1. Bei Schilddrüsenerkrankungen oder Bluthochdruck kann ein Mediziner die weitere Therapie planen und beratend zur Seite stehen. Oft lindern sich die Symptome bereits durch eine gute medikamentöse Einstellung. 
  2. Bei einer Angststörung kann eine Therapie Angstgefühle lindern und helfen, die Angst zu bekämpfen. 

Es kann hilfreich sein, sich ein Arsenal von Techniken zurecht zu legen, die in der Situation eines Anfalls von innerer Unruhe die schlimmsten Symptome lindern. 

Hilfreich kann es beispielsweise sein, sich Atemtechniken aus dem Yoga anzueignen, die zu einer Beruhigung des gesamten Nervensystems führen und langsam Entspannung herbeiführen. Außerdem ist es hilfreich, sich die konkrete Situation rational vor Augen zu führen. 

➔ Die Verbindung zwischen der Aufregung vor einer Prüfung und die Gewissheit, ähnliche Situationen in der Vergangenheit bereits gemeistert zu haben, können Selbstvertrauen geben und die Symptome lindern. 

Auch die Angst vor der körperlichen Komponente ist gut in den Griff zu bekommen, indem der Zustand des Körpers mit der eigenen Wahrnehmung verglichen wird. 

So hilft es beispielsweise enorm, eine normale Herzfrequenz auf einem Messgerät zu sehen, wenn sich das Herz anfühlt, es würde es aus der Brust springen oder zu schlagen aufhören. 

➔ Diesen Gesundheitscheck kann man auch leicht von unterwegs machen und so die Wahrnehmung des eigenen Körpers wieder neu entdecken und normalisieren. 

Welche Hilfsmittel sind empfehlenswert? 

Die Welt der modernen Gesundheitshelfer für zuhause ist geradezu unendlich. Beispielsweise gibt es natürliche Hilfsmittel, die Anspannung und Nervosität lindern sollen. 

  • Baldrian oder Johanniskraut sind frei verkäuflich und haben sich bei innerer Unruhe als Hausmittel bewährt.
  • Außerdem gibt es spezielle Tees und Düfte wie Lavendel, die beruhigend wirken sollen. 
  • Um allerdings die körperlichen Abläufe zu verstehen, können auch technische Hilfsmittel eine große Hilfe sein. 

➔ So gibt es für den Heimgebrauch mittlerweile Geräte, die den ärztlichen Standards entsprechen und trotzdem leicht und flexibel anzuwenden sind. Sie sind eine große Hilfe in einer Zeit und Gesellschaft, wo das eigentliche innere Biofeedback kaum noch richtig wahrgenommen wird.

Das beste Gadget für die jeweilige Befindlichkeit...

...ist individuell festzulegen. 

  • Wenn die Angst vor dem Herzklopfen und Herzrasen besonders groß ist, empfiehlt sich ein mobiles EKG
  • Wird die innere Unruhe meist von Stress und einem Ungleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung ausgelöst, ist ein Stresstracker ein großartiges Tool, um die Achtsamkeit für den eigenen Körper zu fördern und in Ausnahmesituationen die Übersicht zu behalten. 
  • Und ein Pulsmesser kann Aufschluss bei niedrigen Blutdruck geben, der ebenfalls die unangenehmen Symptome einer inneren Unruhe auslösen kann. 
  • Und auch, falls das Leben anstrengend und belastend ist, aber noch keine Symptome der inneren Unruhe auftreten, sind Wearables und medizinische Gadgets eine großartige Möglichkeit zur Vorsorge. 

Jeder Mensch geht durch anstrengende Zeiten und empfindet gelegentlich Furcht. Doch solange Selbstfürsorge und menschliche sowie technische Unterstützung Hand in Hand gehen, ist auch eine belastende Befindlichkeit wie innere Unruhe gut behandelbar.

So kann das Leben wieder voller Kraft und Selbstvertrauen in Angriff genommen werden! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei und freuen uns, wenn wir Sie als unseren Kunden begrüßen dürfen.

© www.mindtecstore.com 2019

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Weiterführende (externe) Informationen sind in den folgenden Artikeln zu finden:

https://www.netdoktor.de/symptome/innere-unruhe/
https://www.apotheken-umschau.de/nervositaet


https://www.onmeda.de/symptome/nervositaet_innere_unruhe.html