Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

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HLW – Eine Schulung fürs Leben, die Nachhaltigkeit garantiert!

Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) kann jeder lernen! Es ist ein gutes Gefühl, jemandem das Leben gerettet zu haben. Einmal gelernt und geübt, so ist es sehr wahrscheinlich auch weiterhin im Ernstfall anwendbar.

Überall dort wo Menschen sind, können Notfälle auftreten, also auch in den eigenen vier Wänden! Sehen Sie sich Videos an, googeln Sie ein bisschen und überlegen Sie, ob nicht auch Sie bei der nächsten Schulung dabei sein wollen.

Abbildung  des TouchPoints Calm Basic Neurostimulator TouchPoints Calm Basic
Neurostimulator

Was bedeutet „Herz-Lungen-Wiederbelebung oder Reanimation“?

HLW ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung einer Person bei Atem- und Kreislaufstillstand. Herzdruckmassage, Beatmung sowie Maßnahmen, die den Kreislauf unterstützen, gehören dazu. Ärzte nennen das auch „CPR oder kardiopulmonale Reanimation.“

Ein Notfall ist nicht vorhersehbar. Niemand kann daher sagen, ob Sie als Ersthelfer alleine oder zu zweit sein werden. Es gehört schon eine gute eigene Konstitution dazu, über mehrere Minuten zu reanimieren.

Haben Sie also Glück im Unglück, dann sind Sie im Fall des Falles nicht alleine. Zwei Personen können sich abwechseln. Außerdem fühlen sich Menschen, die keine Profis sind, besser, wenn noch eine andere Person vor Ort ist. Wie die Situation auch aussieht, höchstwahrscheinlich haben weder Sie noch der Verunfallte die Ernstsituation gewählt.

Helfen ist selbstverständlich

Stellen Sie sich vor, Sie wären in der Lage des Verunglückten. Sie wären sicherlich auch froh, wenn Ihnen jemand hilft. Manche Menschen kommen nie in die Lage, andere wiederum häufiger.

Der italienische Chirurg Santucci z. B. hat bereits zwei Mal im Urlaub Menschen das Leben gerettet. Einmal war es ein kleiner Junge, das andere Mal eine Mutter mit einem Herzproblem. Die Mutter konnte er mit Herz-Lungen-Wiederbelebung retten. Allerdings über eine Zeitdauer von 40 Minuten.

Das ist Rekordzeit. Das wird niemand von Ihnen verlangen. Aber Sie können so lange reanimierende Maßnahmen durch Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen, bis die Ablöse kommt. Jede Minute zählt!

Je besser Sie trainiert sind, desto besser können Sie helfen und desto leichter fällt es Ihnen. Darüber hinaus ist diese Art von Schulung überall und jederzeit einsetzbar, ob Sie nun im Ausland, zu Hause oder bei der Oma zu Besuch sind.

Abbildung BITalino Freestyle BLE Kit BITalino Freestyle
BLE Kit

Was kann bei Wiederbelebungsmaßnahmen schief gehen?

Wiederbelebungsmaßnahmen werden immer dann notwendig, wenn es zu einem Atem- und Herz-Kreislaufstillstand kommt. Das passiert bei einem Herzstillstand oder wenn die Pumpleistung des Herzens zu niedrig ist.

  • Sie könnten dem Patienten versehentlich Rippen brechen. Das ist im Notfall zweitrangig, außerdem können Rippen heilen. Tote jedoch können nicht wiederbelebt werden!
  • Innere Organe könnten verletzt werden (Milz). Das können Sie aber nicht sehen. Meistens sind in diesen Fällen die Organe bereits teilgeschädigt, z. B. Milzeinriss.

Der Patient braucht in jedem Fall Hilfe. Für Sie als Ersthelfer besteht durch die Mund-zu-Mundbeatmung auch ein gewisses Infektionsrisiko. Sie können dafür Tücher und ähnliches verwenden. Im Unterricht lernen Sie genau, wie Sie dieses Risiko leicht umgehen können.

Darauf kommt es bei einer HLW an

Wichtig ist, dass die Atemwege frei sind und nichts Erbrochenes diese blockiert. Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung geht es um die Herzdruckmassage und die Atemspende. Das Herz soll dazu gebracht werden, wieder im richtigen Rhythmus zu schlagen. Die Lunge wiederum soll atmen.

Die Sauerstoffversorgung von Gehirn und Organen ist essenziell lebensnotwendig. Das Gehirn ist eine sehr filigrane Angelegenheit. Schon drei Minuten ohne Sauerstoff schädigen das Gehirn nachhaltig. Jede Minute, die Sie beherzt agieren, bewahrt einem Menschen vor Schaden!

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BrainLink Lite EEG

Welche Schritte sind zunächst durchzuführen?

Die Basismaßnahmen (BLS) müssen so rasch wie möglich erfolgen. Hier die Kurzversion:

  1. Reaktion des Patienten überprüfen. Ist er ansprechbar?
  2. Atmung prüfen. Bewegt sich der Brustkorb und kann man mit dem Ohr an Nase oder Mund einen warmen Luftstrom spüren oder hören?
  3. Notruf absetzen. Ist noch jemand da, dann bleibt einer beim Patienten und der andere
    ruft die Einsatzkräfte. Sonst müssen Sie kurz unterbrechen, anrufen und
    weitermachen. Ist kein Anruf möglich, versuchen Sie zumindest ein Lichtsignal zu senden oder um Hilfe zu rufen.
  4. Herzdruckmassage. Eine Person übt die Herzdruckmassage aus, die andere liefert die Atemspende. Ist dies nicht der Fall, erfolgt abwechselnd die
    Herzdruckmassage, dann die Atemspende.
  5. Atemspende
  6. Sofern verfügbar: Automatisierten externen Defibrillator (AED) anwenden. Mit
    diesem Gerät sollen elektrische Impulse das Herz wieder zum Schlagen bringen,
    sodass dieses wieder in seinen normalen Rhythmus kommt.

Ihr Handeln kann lebensentscheidend sein

Wichtig ist, dass lebenswichtige Maßnahmen mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung gesetzt werden, bis der Notarzt eintrifft. Dass jede Minute zählt, kann nicht oft genug betont werden!

Alle weiterführenden Schritte (ALS) wie

  • Medikamente,
  • Atemwege gesichert,
  • Zugang gelegt und
  • nochmaliger Einsatz des Defibrillators

erfolgen durch das medizinische Personal.

Mit Ihren ersten Schritten haben Sie die Grundlage für das Weiterleben dieses Menschen geschaffen. Ohne Ihre Hilfe gäbe es für den Notarzt nichts mehr zu tun. Deshalb ist es so wichtig, jede Minute zu nutzen.

Abbildung Pip-Stressmanagement Biosensor Pip-Stressmanagement
Biosensor

Detaillierte Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen:

1. Bewusstsein und Atmung überprüfen

  • Reagiert der Patient auf Ansprechen oder Schütteln? 
  • Funktioniert die Atmung?

Überstrecken Sie den Kopf leicht nach hinten, sodass sich der Mund öffnet und Sie sehen können, ob sich etwas im Mund befindet. Entfernen Sie alles, was die Atmung beeinträchtigen könnte. Halten Sie Ihr Ohr an Mund und Nase und hören Sie, ob es Atemgeräusche gibt. Spüren Sie so etwas wie einen Lufthauch? Hebt und senkt sich der Brustkorb?

2. Rufen Sie den Notarzt (112)

Falls Sie die Gelegenheit haben, fordern Sie jemanden auf, es an Ihrer Stelle zu tun. Machen Sie mit Lautstärke und Licht auf sich aufmerksam. 

3. Herzdruckmassage

Keine Geräusche und keine Atmung bedeuten, dass Sie sofort mit der Herzdruckmassage beginnen müssen.

4. Stabile Seitenlage

  1. Die Person flach auf einen harten Untergrund legen.
  2. Den Oberkörper der Person frei machen.
  3. Seitlich knieend setzen Sie den Handballen auf die Mitte des Brustbeins auf.
  4. Die zweite Hand auf die erste legen und die Finger ineinander verschränken.
  5. Damit genügend Druck zustande kommt, lehnen Sie sich senkrecht über die Brust des Patienten und drücken jetzt kräftig mit den Armen auf den Brustkorb.
  6. Die Frequenz sollte bei 100 Stößen pro Minute liegen. Es kann aber auch mehr sein.
  7. Staying Alive von den Bee Gees hat den richtigen Rhythmus, der der Frequenz entspricht. Das trifft auch auf den Song „Rock Your Body“ von Justin Timberlake zu.
Abbildung des AliveCor Kardia Mobile EKG Herzmonitors Kardia Mobile
EKG Herzmonitor

5. Atemspenden

Nach 30 Druckmassagen folgen zweimal Atemspenden.

6. Durchhalten

Machen Sie damit solange weiter, bis der Notarzt kommt

Ist ein Defibrillator vor Ort, können Sie diesen natürlich auch verwenden. Keine Angst, Sie können nichts falsch machen! Sie erhalten über Sprachanweisung eine Anleitung, was zu tun ist.

Wenn die Nothilfe eingetroffen ist

Um die Atemwege zu stabilisieren, wird von den Fachkräften ein Tubus gesetzt und ein Zugang gelegt, um Medikamente leichter verabreichen zu können. Adrenalin wird zur Hebung und Stützung des Blutdruckes verabreicht.

Antiarrhythmika werden gegen Herzrhythmusstörungen gegeben. Ein Elektrokardiogramm wird zur Kontrolle der Herzaktivitäten eingesetzt.

Abbildung des Cosinuss One - Kabelloser Ohrpulsmesser Cosinuss One
Kabelloser Ohrpulsmesser

Herz-Lungen-Wiederbelebung von Kindern

Ein schwieriges Thema, doch was, wenn es Ihre Kinder wären?

Bei Kleinkindern und Säuglingen beträgt die Kompressionstiefe ca. ein Drittel der Brustkorbtiefe. Es werden nur die Fingerspitzen benutzt.

Es ist auch klar, dass immer, wenn Kinder betroffen sind, die Angst etwas falsch zu machen, besonders groß ist.

Sie können Ihre Kinder leider auch nicht rund um die Uhr beschützen. Sie können nicht immer da sein, wenn Gefahr droht. Das sind die Risiken von Natur und Leben. Sie als Vater oder Mutter wären doch auch froh, wenn jemand helfen würde, oder?

Basisschema ABC

Um für Ersthelfer unterstützend einzugreifen, wurde das Basisschema ABC geschaffen.

  • A steht für Atemwege freimachen und halten,
  • B für Atmen und Beatmung und
  • C repräsentiert die Zirkulation in Gang bringen.

Jeder kann helfen und sei es nur, um den Notruf zu wählen. Falsch macht hier nur derjenige etwas, der gar nichts tut. Das nennt man dann unterlassene Hilfeleistung, was unter Umständen sogar strafbar ist (bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldbuße).

Ersthelfer sind durch die Herz-Lungen-Wiederbelebung extrem wichtig, denn die ersten Minuten entscheiden über Leben und Tod, über ein Leben mit Behinderung oder nicht.

Jeder Herz-Lungen-Wiederbelebungskurs ist sowohl hilfreich für den Helfer in seinem direkten Umfeld, z. B. Familie als auch für andere - und das weltweit.

Abbildung Drahtloses EKG Messgerät QardioCore Drahtloses EKG

Machen Sie einen HLW-Kurs

Egal, ob im Urlaub, auf Geschäftsreise, in der Schule, am Arbeitsplatz oder einfach nur auf dem Weg nach Hause – es gibt immer und überall Gefahrenpotenziale und Möglichkeiten, zu verunfallen.

Sie gehen in den Sportverein, zum Gesangsverein oder besuchen Freunde. Einmal im Jahr einen Herz-Lungen-Wiederbelebungskurs zu besuchen, kostet nicht die Welt und hilft sowohl Ihnen als auch anderen.

Schließlich können auch Sie beim Sport verunfallen. Jeder ist froh, wenn Hilfe rechtzeitig da ist!

Wenn es das Herz ist, können wir helfen

Herzstolpern, Herzrasen und Herzklopfen können große Unfallrisiken bergen. Niemand möchte durch einen Schlaganfall, einer Angst- oder von einer Herzattacke überrascht werden. Doch viele Notfälle lassen sich im Vorhinein verhindern! Mit unseren Präventionsmaßnahmen, wie dem Kardia Mobile 6L von AliveCor, haben Sie Ihr Herz jederzeit im Blick.

 

Kardia Mobile 6l Smartphone EKG 6 Kanal erkennt Herzstolpern

 

 

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie im Internet auf den folgenden Seiten:

Herzstiftung

Das Deutsche Rote Kreuz

Apotheken Umschau: Ultraschall des Herzens

 

 

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